Grammer Jifeng Automotive Seating nimmt den Betrieb in seinem neuen Produktionswerk in Cheb auf. Hier werden Autositze für deutsche Premiumfahrzeuge gefertigt

Grammer Jifeng Automotive Seating hat sein neues Produktionswerk im Park Cheb South feierlich eröffnet. Die Produktions-, Lager- und Büroflächen mit einer Gesamtfläche von 27.676 m² entstanden durch den umfangreichen Umbau eines ehemaligen Logistikgebäudes, das der Projektentwickler Panattoni an die Anforderungen der Automobilproduktion angepasst hat. In dem neuen, modernen Werk wird Grammer hochwertige Autositze für den deutschen Automobilhersteller BMW fertigen. Investor des Projekts und Eigentümer der Immobilie ist der Fonds für qualifizierte Anleger Accolade Industrial Fund, Teil der Plattform Accolade Funds.

Grammer Jifeng Automotive Seating nimmt den Betrieb in seinem neuen Produktionswerk in Cheb auf. Hier werden Autositze für deutsche Premiumfahrzeuge gefertigt

Grammer Jifeng Automotive Seating ist ein internationales Unternehmen, das sich auf die Entwicklung, Herstellung und Lieferung von Automobilsitzen und kompletten Sitzsystemen für Automobilhersteller weltweit spezialisiert hat. Es wurde als Joint Venture der deutschen GRAMMER AG und der chinesischen Jifeng Gruppe gegründet. Dadurch verbindet es die langjährige Erfahrung von GRAMMER im Bereich Fahrzeuginnenräume mit dem dynamischen Wachstum und der Produktionsbasis der Jifeng Gruppe. Grammer Jifeng Automotive Seating ist mit Produktionswerken und Entwicklungszentren in Europa, China und Südostasien vertreten. In der Tschechischen Republik baut das Unternehmen nun seine europäische Präsenz aus.

„Unsere Investition in Cheb übersteigt eine Milliarde tschechische Kronen. Im neuen Werk werden wir Autositze für das neue vollelektrische Modell iX1 des deutschen Automobilherstellers BMW fertigen. Außerdem finden hier Sitzprüfungen und Messungen statt, und zum Betrieb gehört auch ein Entwicklungszentrum für Bezüge“, sagt Andrej Abrešek, Werkleiter von Grammer Jifeng Automotive Seating in Cheb.

Grammer Jifeng Automotive Seating hat in Cheb vollwertige Produktionsstätten erhalten, die den hohen Anforderungen der Automobilindustrie an Qualität, Betriebssicherheit und effiziente Logistik gerecht werden. Durch die Umwandlung eines bestehenden Gebäudes von einer Logistik- in eine Produktionsstätte zeigt das Projekt zudem, dass moderne Industrieimmobilien auf neue Anforderungen von Mietern reagieren können, ohne dass ein Neubau errichtet werden muss.

„Unser Portfolio entsteht für den tatsächlichen Bedarf der europäischen Wirtschaft, und dieser verändert sich im Laufe der Zeit. Als Grammer Jifeng Automotive Seating Flächen für eine neue Produktion suchte, konnten wir Räumlichkeiten anbieten, die sich flexibel an die Vorstellungen des Unternehmens anpassen ließen. Für uns als Investor ist das zugleich eine Bestätigung dafür, welche wichtige Rolle ein hochwertiges Management von Industrieimmobilien für den langfristigen Werterhalt spielt. Ein gut vorbereitetes und professionell betreutes Projekt besteht am Markt auch dann, wenn ein Mieter seine Pläne ändert. Der Mieterwechsel gehört zum natürlichen Lebenszyklus von Industrieparks, und ich freue mich, dass wir in Cheb nun einen weiteren hervorragenden Partner begrüßen dürfen“, erklärt Milan Kratina, Vorsitzender des Vorstands von Accolade Industrial Fund.

Gerade die schnelle Anpassung des Gebäudes war für den Erfolg des Projekts entscheidend. „Der Umbau erfolgte in kurzer Zeit und erforderte eine präzise Koordination der Baumaßnahmen mit den technischen Anforderungen der künftigen Produktion. Die Möglichkeit, ein bereits bestehendes Gebäude schnell an einen völlig neuen Betrieb anzupassen, ist ein großer Vorteil moderner Industrieareale. Grammer Jifeng Automotive Seating kann somit die Produktion in hochwertigen Räumlichkeiten aufnehmen, ohne auf den Bau eines neuen Gebäudes warten zu müssen“, sagt Pavel Sovička, Geschäftsführer von Panattoni für die Tschechische Republik und die Slowakei.

Auch nach dem Umbau behält das Gebäude einen außergewöhnlich hohen Nachhaltigkeitsstandard. Bei der ursprünglichen Fertigstellung erhielt es die BREEAM-Zertifizierung New Construction auf der Stufe Outstanding mit einer Punktzahl von 90,68 % und gehörte seinerzeit zu den nachhaltigsten Industriegebäuden der Welt. Zum Gebäude gehören eine Photovoltaikanlage, eine Außenverschattung sowie ein System, das Regenwasser für die Toilettenspülung nutzt.

Der Park Cheb South entstand auf einer Brownfield-Fläche im Areal eines ehemaligen Maschinenbaubetriebs. Von der insgesamt geplanten Fläche von 99.025 m² sind derzeit 87.160 m² in drei Gebäuden fertiggestellt. Zwei davon erhielten die BREEAM-Zertifizierung New Construction auf der höchsten Stufe Outstanding. Grammer hat im Park ein Gebäude mit einer Fläche von 27.676 m² langfristig angemietet, was etwa einem Drittel der bislang realisierten Fläche entspricht. Im Areal stehen noch rund 30.000 m² Industrieflächen für künftige Interessenten zur Verfügung. Es handelt sich dabei um bereits realisierte Hallen oder Flächen, für die eine gültige Baugenehmigung vorliegt. Bei der Revitalisierung des gesamten Areals wurden 90 % der Bau- und Abbruchabfälle recycelt oder wiederverwendet. Dank des Schnellstraßenzubringers von Cheb verfügt der Park über eine hervorragende Anbindung an das deutsche Autobahnnetz. Das Projekt bestätigt damit, dass die Region Cheb ein attraktiver Standort für Produktionsunternehmen mit Anbindung an die deutsche Industrie ist.